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„Morphium, Mokka, Mördergeschichten“ von Gerhard Loibelsberger

Den Wiener Flair zur Jahrhundertwende perfekt eingefangen

Der Wiener Kultermittler Joseph Maria Nechyba darf in diesen 13 Kurzgeschichten nochmals ermitteln und natürlich essen. Dabei sind die Fälle teilweise durch wahre Kriminalfälle inspiriert bzw. nach einer wahren Begebenheit erzählt.

Das Cover des Buches passt perfekt - nicht nur zur bisherigen Reihe um den Kultermittler, sondern auch zur Zeit, in der die Geschichten spielen … und zu einer Kurzgeschichte im Besonderen.

Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet - die Charaktere sowie die Orte werden hier perfekt beschrieben, sodass man sich ein Bild von Wien um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert vorstellen kann. Dazu gehört natürlich eine sehr gute Recherche. 

Wie in der ganzen Nechyba-Reihe dominiert neben den Kriminalfällen (die hier teilweise etwas in den Hintergrund treten) der Humor (oder besser gesagt der Schmäh). Aber auch das Essen (sogar mit Rezepten, die in der Geschichte "versteckt" sind) spielt wie immer eine große Rolle.

Für "Nicht-Österreicher" übersetzt bzw. erklärt der Autor in Fußnoten und im Anhang viele Begriffe, wobei selbst mir als Österreicher einige wenige nicht bekannt sind.

Neben lustigen Situationen sind die Charaktere wieder kauzig und sehr verschieden, und viele historische Charaktere dürfen mitspielen.

Fazit: 5 von 5 Sternen

Rezension von SaintGermain